LinkedIn Algorithmus 2026: Was wirklich zählt

Der LinkedIn-Algorithmus ist keine Black Box. Er folgt einer klaren Logik — und wenn Sie diese verstehen, können Sie sie für sich nutzen.

Wie der Algorithmus funktioniert

LinkedIn zeigt nicht jeden Post jedem Kontakt. Stattdessen durchläuft jeder Beitrag mehrere Phasen:

Phase 1: Der Qualitätscheck

Sofort nach dem Posten prüft LinkedIn: Ist das Spam? Clickbait? Oder echter Content? Posts mit externen Links, übermäßigen Hashtags oder Spam-Signalen werden sofort gedrosselt.

Phase 2: Die Test-Gruppe

Ihr Post wird zunächst einer kleinen Gruppe gezeigt — etwa 5-10% Ihrer Kontakte. Deren Reaktion entscheidet über die weitere Reichweite.

Phase 3: Engagement-Bewertung

LinkedIn misst, wie die Test-Gruppe reagiert:

  • Dwell Time: Wie lange bleiben Menschen beim Post?
  • Kommentare: Wiegen am schwersten (echte Gespräche)
  • Reactions: Gut, aber weniger stark
  • Shares: Stark — signalisiert hohen Wert
  • Clicks: "Mehr anzeigen" zählt positiv

Phase 4: Expansion oder Tod

Wenn die erste Stunde gut läuft, zeigt LinkedIn den Post mehr Menschen. Wenn nicht, stirbt er schnell.

Was das für Sie bedeutet

1. Die erste Stunde ist entscheidend

Posten Sie, wenn Ihre Zielgruppe online ist — typischerweise 8-9 Uhr oder 17-18 Uhr. Seien Sie in der ersten Stunde bereit, auf Kommentare zu reagieren.

2. Schreiben Sie für Ihr Netzwerk

Ein Post über Tech-Recruiting an ein Netzwerk aus Maschinenbau-Entscheidern? Wird nicht funktionieren. LinkedIn zeigt Posts Menschen, die ähnliche Interessen haben.

3. Ermutigen Sie Kommentare

Stellen Sie Fragen. Bitten Sie um Meinungen. "Was denken Sie?" am Ende ist kein Zeichen von Schwäche — es ist Algorithmus-Optimierung.

4. Antworten Sie auf jeden Kommentar

Jede Ihrer Antworten zählt als zusätzlicher Kommentar. 5 Kommentare mit 5 Antworten = 10 Interaktionen. Das signalisiert: Hier passiert ein Gespräch.

Die unterschätzte Strategie: Engagement bei anderen

50% Ihrer LinkedIn-Zeit sollte sein: Kommentieren bei relevanten Profilen.

Nicht "Toller Post!" — das ist wertlos. Sondern: Echte Gedanken, ergänzende Perspektiven, interessante Fragen.

Warum das funktioniert:

  • Sie werden sichtbar in den Feeds der richtigen Menschen
  • Sie bauen echte Beziehungen auf
  • Andere kommentieren bei Ihren Posts zurück

Das Spiel heißt nicht "Content erstellen." Es heißt "An Gesprächen teilnehmen."

Was Sie vermeiden sollten

  • Externe Links im Hauptpost: LinkedIn will Menschen auf der Plattform halten. Link in den Kommentaren ist besser.
  • Zu viele Hashtags: 3-5 relevante reichen
  • Engagement Pods: LinkedIn erkennt künstliches Engagement
  • Mehrfach täglich posten: Kannibalisiert Ihre eigene Reichweite

Die Wahrheit über Reichweite

Reichweite ist nicht das Ziel. Relevanz ist das Ziel.

1.000 Impressions bei den richtigen 50 Menschen sind wertvoller als 10.000 Impressions bei der falschen Zielgruppe.

Optimieren Sie für Gespräche, nicht für Vanity Metrics.

Wie sichtbar sind Sie wirklich?

Der Personal Brand Score zeigt Ihnen, wie stark Ihre LinkedIn-Präsenz ist.

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